Kinder brauchen keinen Animateur, wenn draußen eine Welt wartet, die sich noch anfassen lässt. Auf 850 Metern Höhe im Langenordnachtal ist der Sommer kurz und intensiv – und genau deshalb so besonders. Hier ist der August noch immer kühl genug, um morgens die Jacke überzuziehen, mittags im Gras zu dösen und nachmittags den Bach hochzustapfen, bis die Socken tropfnass sind. Wer das mit Kindern erlebt, kommt in der Regel nicht so schnell wieder weg.
Der Hof als erster Abenteuerspielplatz
Bevor überhaupt ein Wanderschuh geschnürt ist, gibt es auf dem Hof selbst genug zu entdecken. Unsere Rinder und Kälbchen wohnen nur wenige Meter vom Haus entfernt – Kinder sehen sie schon beim Frühstück durch das Fenster der Bauernstube. Wer möchte, kann nach dem Essen kurz rüber, einfach schauen, wie es beim Morgengrasen so zugeht. Die Katzen sind sowieso überall und lassen sich von aufgeweckten Kinderhand meistens irgendwann erwischen.
Die Pferde auf dem Hof ziehen erfahrungsgemäß die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Kein geführtes Programm, keine Anmeldung – einfach hingehen, gucken, vielleicht mal die Nüstern beschnuppern lassen. Das klingt unspektakulär, aber fragt mal eure Kinder abends, was ihnen am besten gefallen hat.
Auf der Wiese direkt ums Haus herum ist Platz genug für Fußball, Fangen, Purzelbäume. Und wenn der Abend kommt und die Luft nach Heu riecht, ist das der Moment, in dem Ferienfotos eigentlich gar nicht mehr nötig sind.
Draußen im Tal: Bach, Wald und echte Wege
Das Langenordnachtal ist gut erschlossen, aber nicht überlaufen – das macht den Unterschied. Mit Kindern lässt sich hier wunderbar auf eigene Faust losziehen, ohne Menschenmassen oder Parkplatzdrama.
Bachabenteuer: Der Bach durchs Tal lädt geradezu ein zum Stauen, Stöcke-Rennen und Steinhüpfen. Gummistiefel oder alte Schuhe einpacken – die werden hier wirklich gebraucht.
Waldwege für kleine Beine: Die Wege rund ums Langenordnachtal sind gut markiert und lassen sich gut dosieren. Eine Runde bis zur nächsten Lichtung und zurück – das passt auch für Vier- oder Fünfjährige prima. Wir zeigen euch gerne auf der Karte, welche Abschnitte kindertauglich sind.
Zum Skilift in Muggenbrunn: Nur rund fünf Kilometer vom Hof entfernt liegt Muggenbrunn, und der dorthige Hügel ist im Sommer ein wunderbarer Rodelberg – wenn ihr Glück habt, ist noch Rollrasen-Rodeln möglich. Lohnt sich nachzufragen.
Titisee: Etwa zehn Kilometer entfernt liegt der Titisee mit seinen Badestellen. Mit der KONUS-Gästekarte, die wir ab zwei Übernachtungen kostenfrei dazugeben, fahrt ihr mit dem Bus gratis hin – kein Parkplatzstress, kein Aufpreis.
Feldberg als großes Ziel: Für Familien mit etwas älteren Kindern ist der Feldberg eine echte Unternehmung. Der Gipfel auf 1.493 Metern, Aussicht in alle Richtungen, vielleicht ein Nebelmeer drunter – das vergessen Kinder nicht so schnell. Die Hochschwarzwald Card, die ihr ebenfalls ab zwei Nächten bekommt, deckt dort einige Attraktionen ab.
Wenn der Nachmittag lang wird
An regnerischen Tagen oder einfach wenn die Energie nachlässt, ist die Bauernstube ein guter Ort. Montags ab 18 Uhr öffnen wir die Wirtschaft, und wer zufällig an einem dritten Sonntag im Monat da ist, kann nachmittags Kaffee und selbst gemachten Kuchen genießen – Kinder dürfen sich da natürlich auch ein Stück sichern.
Die beiden Ferienwohnungen Talblick (52 m²) und Raublick (48 m²) haben genug Platz, dass Kinder sich nicht auf der Pelle sitzen. Eigene Küche, eigener Rhythmus – abends selbst kochen oder den Gasthof nutzen, wie es gerade passt.
Kurz gesagt: Der Sommer im Langenordnachtal braucht kein Programm. Er bringt eines mit.