Wer bei uns übernachtet, kennt diesen Moment: Der Wecker ist noch nicht mal nötig, weil der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee und warmen Brötchen durchs Haus zieht. Das Frühstück im Gasthof Hirschen ist kein Buffet von der Stange — es ist ein echter Bauernstubenmorgentisch, an dem man den Tag gleich richtig beginnt.

Die Stube selbst: Schon beim Reinkommen ein gutes Gefühl

Unsere Bauernstube ist das älteste Zimmer im Haus — getäfelte Holzwände, schwere Balken, kleine Fenster mit Blick ins Langenordnachtal. Im August fällt das Morgenlicht schräg herein, die Wiesen draußen glänzen noch vom Tau, und manchmal sieht man die Pferde drüben auf der Koppel. Es ist die Sorte Raum, in dem man die zweite Tasse Kaffee bestellt, obwohl man eigentlich schon aufbrechen wollte.

Wir decken die Tische abends vor, damit am Morgen alles bereitsteht. Wer früh raus muss — zum Beispiel für eine lange Wanderung auf den Feldberg oder zum ersten Bus mit der KONUS-Karte — sagt uns das einfach beim Einchecken, und wir richten uns danach.

Was auf den Tisch kommt

Wir kaufen regional, so weit es geht, und bereiten vieles selbst zu. Ein typischer Frühstückstisch bei uns sieht ungefähr so aus:

  • Brot und Brötchen frisch vom Bäcker aus der näheren Umgebung — Schwarzwälder Kruste, Körnerbrötchen, manchmal ein dunkles Landbrot
  • Aufschnitt und Käse aus der Region, darunter oft ein kräftiger Bergkäse, der auch mal ein bisschen was hermacht
  • Marmelade und Honig — die Konfitüren kocht Christine zum Teil selber, je nach Saison: im August gern Zwetschge oder Brombeere, was der Garten und die Hecken hergeben
  • Butter, selbstverständlich
  • Eier — wir sagen immer dazu, woher sie kommen; wer mag, bekommt ein weiches Ei dazu
  • Müsli und Joghurt für alle, die den Tag lieber leicht beginnen
  • Kaffee, Tee, Kakao für die Kleinen — der Kaffee kommt in die Kanne, nicht in Einzel-Kapseln
  • Im Sommer gern dazu: frisches Obst, was gerade Saison hat — im August oft Beeren, Pfirsich oder Melone

Wer besondere Wünsche hat — laktosefrei, kein Gluten, kein Fleisch — spricht uns einfach an. Wir sind kein Hotel mit zwölf Stationen, aber wir sind flexibel, wenn man uns Bescheid gibt.

Ein Morgen, der in Erinnerung bleibt

Das Frühstück ist in der Übernachtung mit Frühstück natürlich inbegriffen. Aber wir denken, es lohnt sich, kurz drüber zu schreiben — weil es eben kein Nebenpunkt ist. Gäste, die zum ersten Mal kommen, sind oft überrascht, wie viel Zeit sie in der Stube verbringen. Man kommt ins Gespräch. Mit uns, mit anderen Gästen. Christine erzählt, welche Wanderung sich an einem Augustmorgen wie diesem besonders lohnt, wo man mittags einkehren kann, ob der Weg zum Zastler Loch gerade trocken ist.

Das gehört bei uns dazu. Die Stube ist kein Durchgangsraum, sondern der Start in den Tag — ruhig, satt, mit einem guten Gefühl für das, was noch kommt.

Wenn ihr also das nächste Mal überlegt, ob ihr Frühstück dazubucht: Ja, macht das. Ihr werdet nicht bereuen, eine halbe Stunde länger sitzen zu bleiben.