Wer bei uns ankommt und die Autotür aufmacht, hört es oft schon vor dem Begrüßen: ein sattes Muhen aus dem Stall, vielleicht das leise Schnauben eines Pferdes von der Weide. Die Tiere am Hof sind kein Dekor und kein Ausflugsprogramm – sie sind schlicht Teil unseres Alltags, seit Generationen. Und irgendwie werden sie auch schnell Teil des Urlaubs unserer Gäste.
Morgens am Stall: Rinder und Kälbchen
Früh, wenn die Bergwiesen noch im Morgentau liegen, beginnt der Tag bei uns mit dem Vieh. Unsere Rinder sind Schwarzwälder Hinterwälder, eine der ältesten und kleinsten Rinderrassen Europas – genügsam, robust, und auf diesen steilen Höhenlagen zu Hause wie kaum eine andere Rasse. Sie kennen jeden Hang im Langenordnachtal.
Besonders im Sommer haben wir immer wieder Kälbchen auf dem Hof, und die sind – das können wir euch offen sagen – der eigentliche Star für viele Gäste. Neugierig strecken sie die feuchten Nasen durch den Zaunstab, beschnuppern Kinderhände und ziehen an Jackenzipfeln. Wir freuen uns immer, wenn Gäste kurz vorbeischauen, solange ihr ruhig bleibt und die Mutterkühe nicht zu nah drängt. Ein kurzes Fragen bei Christine oder der Familie genügt – wir sagen euch, wann ein guter Moment ist.
Was viele nicht wissen: Auf 850 Metern Höhe wächst das Gras langsamer, aber intensiver. Was unsere Rinder auf diesen Wiesen fressen, schmeckt man. Direkt beim Hirschen kaufen wir nichts von der Rampe – das Fleisch kommt, wenn es auf die Karte kommt, aus dem eigenen Betrieb oder aus der unmittelbaren Nachbarschaft.
Die Pferde: Mehr als schöne Kulisse
Auf der Weide unterhalb des Gasthofs stehen unsere Pferde. Von manchen Zimmern und vom Balkon der Ferienwohnung Talblick könnt ihr sie direkt sehen – morgens beim Grasen, abends wenn sie gemächlich zur Tränke trotten. Das hat etwas Beruhigendes, das viele Gäste erst im Nachhinein benennen: "Ich hab jeden Abend einfach kurz auf die Pferde geschaut."
Die Pferde sind keine Schulpferde und kein Reitangebot – das möchten wir ehrlich sagen. Sie gehören zum Hof, werden gepflegt und bewegt, aber wir vermitteln keine Reitstunden. Wer reiten möchte, findet in der Region entsprechende Angebote; mit der Hochschwarzwald Card sind teils vergünstigte Eintritte und Freizeitangebote dabei, wo wir gerne weiterhelfen.
Katzen: Die leisen Begleiter
Dann wären da noch die Katzen. Wer sie sucht, findet sie meistens nicht. Wer sie nicht sucht, sitzt plötzlich mit einer auf der Bank vor dem Gasthof. So sind Hofkatzen nun mal. Unsere streichen durchs Gelände, jagen Mäuse in der Scheune und entscheiden selbst, wann sie Gesellschaft mögen. Kinder lieben sie – und die Katzen lassen es meistens überraschend geduldig zu.
Für alle, die zuhause Tiere haben und deshalb zögern zu verreisen: Ja, bei uns geht es tierisch zu. Für Menschen mit Allergien sagen wir das lieber vorher.
Warum das alles zum Urlaub dazugehört
Wir erleben es immer wieder: Gäste, die eigentlich "nur" wegen der Wanderwege oder des Titisees kommen, erzählen beim Abreisen vor allem von den Kälbchen. Oder davon, wie sie am Abend beim Lüften des Fensters das Pferd haben schnauben hören. Das lässt sich nicht inszenieren.
Ein funktionierender Bauernhof ist laut, riecht nach Heu und Tier, hat Rhythmen die sich nicht nach Urlaubszeiten richten. Wir finden: Genau das ist der Unterschied zu einem Hotel. Wenn ihr beim nächsten Frühstück in der alten Bauernstube sitzt und draußen das Muhen beginnt, dann wisst ihr – ihr seid wirklich angekommen.
Bei Fragen zu den Tieren, zum Hof oder zu besten Besuchsmomenten: Sprecht uns einfach an. Christine oder jemand aus der Familie ist meistens nicht weit.