Morgens die Wanderschuhe schnüren, abends mit müden Beinen und einem echten Glücksgefühl zurückkommen — das ist für uns das Beste am Hochschwarzwald. Wer bei uns im Gasthof Hirschen übernachtet, startet schon auf 850 Metern Höhe. Das ist kein kleines Geschenk: Ihr spart euch den mühsamen Aufstieg aus dem Tal und seid oft schneller auf dem Grat, als Gäste aus Titisee oder Freiburg überhaupt ihr Auto eingeparkt haben.

Dieser Artikel ist für alle, die einen vollständigen Wandertag einplanen — fünf bis sieben Stunden unterwegs, ordentlich Höhenmeter, weite Aussichten, und am Abend eine warme Mahlzeit in unserer Wirtschaft. Genau das bieten wir montags ab 18 Uhr und an jedem dritten Sonntag im Monat ab 17 Uhr.

Route 1: Über den Baldenweger Buck zum Feldberg-Gipfelplateau

Diese Tour ist unser persönlicher Favorit, wenn die Sicht stimmt — und im Hochsommer 2026 hatten wir bislang viele klare Tage. Die Route führt vom Langenordnachtal hinauf Richtung Rinken, dann weiter auf den Baldenweger Buck (1.409 m) und von dort auf das Feldberg-Plateau mit dem Gipfel auf 1.493 Metern.

Eckdaten:

  • Startpunkt: Langenordnach, direkt ab Gasthof Hirschen möglich
  • Streckenlänge: ca. 22 km (Rundtour)
  • Höhenunterschied: ca. 650 Hm aufwärts
  • Gehzeit: 5,5 bis 7 Stunden je nach Tempo
  • Schwierigkeit: mittel bis anspruchsvoll

Besonders schön ist der Abschnitt durch die offenen Kammwiesen kurz unterhalb des Gipfels. Dort weiden im Sommer Rinder — ein Anblick, der uns immer ein bisschen an unsere eigenen Tiere am Hof erinnert. Wer Glück hat, sieht bei guter Fernsicht die Alpen. Der Rückweg über den Haslacher Weg bietet Abwechslung und führt durch schattigen Mischwald — an heißen Julitagen ein echter Segen.

Tipp: Startet früh, spätestens um 8 Uhr. Der Feldberg-Gipfel füllt sich im Hochsommer schnell, und auf dem Weg dorthin habt ihr die Ruhe noch für euch.

Route 2: Herzogenhorn und Bernauer Hochtal — einsamer als der Feldberg

Wer es lieber ruhiger mag, dem empfehlen wir das Herzogenhorn (1.415 m) mit Abstieg ins Bernauer Hochtal. Diese Route wird deutlich weniger begangen als die Feldberg-Touren, bietet aber landschaftlich mindestens genauso viel.

Eckdaten:

  • Startpunkt: Langenordnach, Zustieg über den Weidenhof-Weg
  • Streckenlänge: ca. 18 km (Rundtour mit kleiner Variante)
  • Höhenunterschied: ca. 580 Hm aufwärts
  • Gehzeit: ca. 5 bis 6 Stunden
  • Schwierigkeit: mittel

Das Bernauer Hochtal gilt als eines der schönsten Hochtäler im gesamten Schwarzwald. Die Wiesen leuchten im Juli besonders intensiv — Wildblumen, Almcharakter, kaum Trubel. Wer mag, kehrt in Bernau ein, bevor es über den Kamm zurück nach Langenordnach geht.

Tipp: Mit der KONUS-Gästekarte, die ihr ab zwei Nächten bei uns kostenlos erhaltet, könnt ihr alternativ den Bus zurück von Bernau nehmen und spart euch den Gegenanstieg.

Was ihr im Gepäck haben solltet

Auch im Hochsommer kann es auf dem Kamm kühl und windig werden — das vergessen viele. Unsere Empfehlungen für Ganztagestouren:

  • Windjacke und eine dünne Lage zum Wechseln
  • Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person (auf dem Grat gibt es keine Quellen)
  • Vesper für unterwegs — wir packen gerne Tipps, wo ihr in Langenordnach frisches Brot bekommt
  • Gute Kartenlage: Die Kompass-Karte 889 "Hochschwarzwald" ist verlässlich, die App "Outdooractive" funktioniert auch offline
  • Sonnencreme: Auf 1.400 Metern brennt die Sonne im Juli kräftiger als ihr denkt

Ankommen und Abschalten

Nach einer langen Tour ist das Schönste, die Wanderschuhe ausgezogen zu haben und nichts mehr zu müssen. Bei uns am Hof könnt ihr das besonders gut: Ferienwohnung oder Zimmer, eine heiße Dusche, dann in die Bauernstube. Montags ab 18 Uhr gibt es warme Küche — Timing, das nach einer Ganztagestour fast zu gut passt, um Zufall zu sein.

Ihr habt Fragen zu Routen, Wegverhältnissen oder wollt wissen, wie die Lage aktuell ist? Schreibt uns einfach vor eurer Anreise. Wir sind vor Ort und wissen meistens, wo gerade was los ist — oder eben nicht los ist.