Der Feldberg ist kein gewöhnlicher Ausflugsberg. Mit 1493 Metern ist er der höchste Punkt im Schwarzwald und der höchste Berg Deutschlands außerhalb der Alpen – ein Titel, der sich beim ersten Blick vom Gipfel sofort erschließt. An klaren Maitagen sieht man von hier die Alpenkette vom Säntis bis zum Mont Blanc, dazu das Rheintal, den Jura und bei besonderem Glück sogar die Vogesen. Wer einmal da oben stand, versteht, warum der Feldberg so viele Menschen immer wieder anzieht.

Von uns im Langenordnachtal aus ist der Feldberg keine große Weltreise: gut 20 Kilometer mit dem Auto, oder – wer mit der Hochschwarzwald Card oder der KONUS-Gästekarte unterwegs ist – bequem mit dem Bus ab Titisee. Das macht den Ausflug besonders im Frühling reizvoll, wenn unten im Tal schon die Wildblumen blühen und oben am Gipfel noch letzte Schneefelder liegen.

Mit dem Bus oder zu Fuß – so kommt ihr hin

Ab Titisee fährt die Buslinie 7300 regelmäßig Richtung Feldberg-Ort und Seebuck. Mit unserer KONUS-Gästekarte, die ihr ab der zweiten Übernachtung bei uns kostenlos erhaltet, fahrt ihr dabei völlig gratis – kein Parkplatz-Stress, keine Schranken, keine Warteschlangen. Das ist am Feldberg im Frühjahr, wenn die Wandersaison so richtig losgeht, ein echter Vorteil.

Wer lieber zu Fuß startet: Vom Feldberg-Ort aus ist der Gipfelrundweg gut ausgeschildert. Über den Seebuck und am Bismarckdenkmal vorbei geht es auf den eigentlichen Gipfel mit dem Feldbergturm – der Aufstieg dauert je nach Route zwischen einer und anderthalb Stunden. Trittsicherheit braucht es kaum, gutes Schuhwerk schadet aber nie, denn im Mai können an Nordhängen noch feuchte Schneefelder liegen.

Was euch oben erwartet – und was viele nicht wissen

Der Gipfelbereich rund um den Feldbergturm ist Naturschutzgebiet. Das Feldberg-Naturschutzzentrum des NABU, direkt am Seebuck gelegen, lohnt einen Zwischenstopp – der Eintritt ist frei, und die Ausstellung erklärt anschaulich, warum das Feldberg-Moorgebiet so besonders ist. Anfang bis Mitte Mai findet ihr im Bereich der Feldbergweiden oft noch Bergdohlen, und mit etwas Glück seht ihr Birkhühner, die in dieser Region eines der letzten deutschen Rückzugsgebiete haben.

Ein paar Tipps aus eigener Erfahrung:

  • Früh starten lohnt sich. Vor zehn Uhr ist der Feldberg deutlich ruhiger, besonders an Wochenenden im Mai.
  • Wetterwechsel einplanen. Auf 1493 Metern kann es auch im Mai noch frisch werden. Eine Windjacke gehört immer in den Rucksack.
  • Einkehr: Am Seebuck und in Feldberg-Ort gibt es mehrere Hütten und Gasthäuser. Wer lieber gemütlich nach Hause kommt, den erwartet montags ab 18 Uhr unsere Wirtschaft im Hirschen – ein Abendessen in der alten Bauernstube nach einem langen Gipfeltag hat seinen eigenen Reiz.
  • Aussichtspunkt Baldenweger Buck: Wer den normalen Gipfelweg kennt, sollte einmal den Abstecher zum Baldenweger Buck nehmen – etwas ruhiger, fast genauso schöner Blick ins Rheintal.

Bei uns am Hof merken wir übrigens selbst, dass der Feldberg in der Luft liegt: An klaren Frühlingsmorgen ist der Gipfel von der oberen Weide aus gut zu sehen, bevor der Dunst des Tages ihn wieder einhüllt. Ein schöner Gedanke, dass man in zwei Stunden dort oben stehen kann.

Wer Fragen zur Anreise hat oder wissen möchte, welche Busverbindung vom Langenordnachtal am besten passt – wir helfen gerne beim Einchecken weiter. Den Feldberg sollte man sich nicht entgehen lassen.